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Brücke Museum
Bussardsteig 9  Plattegrond via Google
D-14195 Berlin-Dahlem, Deutschland
T +49-30-8312029
 bruecke-museum@t-online.de
www.bruecke-museum.de
wo t/m ma 11.00-17.00
entree € 4,00

Overige informatie

Das Brücke-Museum besitzt ausschließlich Werke der Künstlergruppe "Brücke". Die weltweit umfangreichste Sammlung dieser expressionistischen Vereinigung umfaßt rund 400 Gemälde sowie Tausende von Handzeichnungen, Aquarellen und Originalgraphiken, hierunter Meisterwerke des Holzschnitts. Ergänzt wird die Sammlung durch Skulpturen aus Holz, zahlreiche Dokumente und kunsthandwerkliche Arbeiten der Künstler.
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Anliegen des Museums ist die Erforschung und die Präsentation der Kunst der "Brücke" und ihrer Zeit. In zahlreichen Sonderausstellungen wird Leben und Werk der einzelnen Gruppenmitglieder aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Ebenso beleuchten Ausstellungen über andere expressionistische und avantgardistische Künstler des frühen 20. Jahrhundert das zeithistorische und künstlerische Umfeld der "Brücke"-Künstler. Ausstellungskataloge mit vollständiger Abbildung der gezeigten Werke und wissenschaftlichen Aufsätzen vertiefen die verschiedenen Blickpunkte. Das in unregelmäßiger Folge erscheinende ""Brücke"-Archiv" widmet sich wissenschaftlichen Fragestellungen und bislang unpublizierten Werken und Dokumenten.

Die Idee zur Gründung des Brücke-Museums geht auf Karl Schmidt-Rottluff zurück, der sich bereit erklärte, dem Land Berlin eine Schenkung von 74 Bildern zu überlassen. Darüber hinaus stellte er seinen gesamten künstlerischen Nachlaß in Aussicht. Die Planung des Museums wurde auf die gesamte Künstlergruppe "Brücke" ausgedehnt, um erstmals eine einzelne Künstlergruppe museal zu präsentieren. Auch Erich Heckel konnte schnell gewonnen werden, diesen Plan zu unterstützen. Durch seine umfangreichen Schenkungen, in denen sich auch Werke seiner "Brücke"-Kollegen befanden, konnte ein solider Grundstock für die Sammlung des Museums gelegt werden.

Die Lage des Museums am Rande des Grunewalds in unmittelbarer Nähe zur Natur spiegelt in kongenialer Weise einen der "Brücke"-Grundsätze, nämlich die Verbundenheit zur natürlichen Umgebung, wider. Das Thema der Badenden, also des ungezwungenen Menschen in Einheit mit der Natur, ist eines der Hauptmotive der Kunst der "Brücke".

Architekt des Museums war Werner Düttmann, der eine an Bauhaus-Grundsätze angelehnte Architektur schuf. Am 15. September 1967 wurde der Museumsbau der Öffentlichkeit übergeben.

In den folgenden Jahren wurde durch gezielte Ankäufe der Überblick über das Schaffen aller zur "Brücke" gehörenden Künstler vervollständigt. So besitzt das Museum nun Hauptwerke aus den wichtigen Schaffensperioden von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller.

Außer den Künstlern der "Brücke", von denen noch das Gründungsmitglied Fritz Bleyl, der Hamburger Franz Nölken, der Niederländer Kees Van Dongen und der Schweizer Cuno Amiet zu erwähnen sind, werden auf einhelligen Wunsch Schmidt-Rottluffs und Heckels noch fünf weitere Künstler im Brücke-Museum gesammelt, die mit den "Brücke"-Malern in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ausgestellt haben und ihnen persönlich eng verbunden waren: Walter Gramattée, Otto Herbig, Max Kaus, Anton Kerschbaumer und die Bildhauerin Emy Roeder.

Die Künstlergruppe „Brücke“
Die Künstlergruppe „Brücke“ wurde 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet. Ihr Ziel war es, neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden und sich vom tradierten Stil der Akademien zu lösen. Damit ist die „Brücke“ eine der ältesten deutschen Vereinigungen, die auf die Entwicklung der klassischen Moderne entscheidenden Einfluß hatte. Der Stil, den die Künstler in gemeinsamer Arbeit entwickelt hatten, ist heute als Expressionismus in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen.

Ein Grundsatz der Künstlergruppe beinhaltete, mit vielen gleichgesinnten Künstlern in Kontakt zu treten und in gemeinsamen Ausstellungen die avantgardistischen Bestrebungen der Öffentlichkeit bekannt zu machen. So schlossen sich 1906 Max Pechstein und Emil Nolde an, 1910 kam Otto Mueller hinzu. Auch im Ausland wurden Künstler wie Cuno Amiet, Kees Van Dongen, Axel Gallén-Kallela u.a. angesprochen, um die internationalen Bestrebungen der Moderne zu unterstreichen.

Im Expressionismus der „Brücke“ streben Farbe und Form nach dem reinen Ausdruck. Die gemalten Motive wie Landschaft oder Akte in der Natur beziehungsweise in freier Bewegung wurden zum Ausdrucksträger für das innere Erleben der Welt und die subjektive Empfindung der Künstler. Formal wurde diese Steigerung des Ausdrucks erreicht durch die Reduzierung der Formen auf das Wesentliche. Die traditionelle Perspektive und die akademischen Proportionen wurden aufgegeben, was die Unmittelbarkeit noch steigerte. Die Auseinandersetzung mit Kunst der Naturvölker gab hier wichtige Anregungen. Auch die Farbe löste sich bald von der Natur und wurde zum reinen Ausdruck der Emotion: leuchtend wurde sie in impulsiven, spontanen Gesten aufgetragen.


Erich Heckel
30/10/2004 - 12/2/2005

Kunstenaars in vaste collectie

Fritz Bleyl - Erich Heckel - Ernst Ludwig Kirchner - Otto Müller - Emil Nolde - Max Pechstein - Karl Schmidt-Rottluff.