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Museum Folkwang (1929)
Goethestrasse 41  Plattegrond via Google
D-45128 Essen, Deutschland
T +49-2018845444
www.museum-folkwang.de
di t/m zo 10.00-20.00
vr 10.00-24.00
entree € 5,00

Contact: Dr. Hartwig Fischer (dir)

Overige informatie

Das Museum Folkwang gehört zu den ältesten Sammlungen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts in Deutschland. Den Grundstock für die Sammlung bildeten das 1906 gegründete Essener Kunstmuseum und das private Folkwang Museum des Sammlers und Mäzens Karl Ernst Osthaus in Hagen (gegründet 1901). Nach seinem Tod wurde die Osthaus-Sammlung vom neugegründeten Folkwang Museumsverein und der Stadt Essen erworben und 1922 mit dem Städtischen Kunstmuseum zum Museum Folkwang vereinigt.
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Der Name „Folkwang" ist aus der Edda („Folkvangar", Volkshalle, Halle der Göttin Freya) entliehen. Das Museum wollte ein „Stützpunkt kulturellen Lebens im Ruhrgebiet" sein. 1929 wurde der Museumsneubau eröffnet.

Der nationalsozialistischen Kunstpolitik mit ihrer berüchtigten Aktion „Entartete Kunst" fielen über 1400 Kunstwerke des Museums zum Opfer; das im Krieg zerstörte Gebäude konnte 1960 an alter Stelle in einem Neubau wiedereröffnet werden. Nach 1945 wurde die Sammlung unter Heinz Köhn, Paul Vogt und seit 1988 unter Georg-W. Költzsch mit großem Erfolg wieder aufgebaut und konnte teilweise in ihren historischen Sammlungsbeständen rekonstruiert werden.

Die konsequente Fortführung der Sammlung in die Gegenwart machte einen Erweiterungsbau notwendig (Eröffnung 1983). Seitdem ist auch die 1979 übernommene Essener Sammlung zur Geschichte der Fotografie, begonnen 1959 von Otto Steinert, in das Museum integriert.

Die Sammlungen
Die Sammlungen des Museum Folkwang bieten dem Besucher eine beeindruckend vollständige Übersicht über die deutsche und französische Malerei und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts. Schwerpunkte liegen hier bei den heroischen Landschaftsbilder der Spätklassizisten u. a. von Joseph Anton Koch, "Santa Maria Maggiore in Rom", um 1808 und den poetischen Naturschilderungen der Romantiker wie Caspar David Friedrich, "Landschaft mit dem Regenbogen", 1810. Ausgehend von idyllisch-pastoralen "Stimmungslandschaften" beispielsweise von Camille Corot "Fest des Bacchus", 1866, entwickelte sich in der französischen Landschaftsmalerei nach 1850 eine "realistische" Sicht der Natur wie bei Gustave Courbet, " La barque", 1860. Gleichzeitig fanden soziale und politische Aspekte Eingang in die Kunst, so bei Honoré Daumier, "Ecco Homo", um 1850. Eine Inkunabel des Museums ist das 1901 von Karl Ernst Osthaus erworbene Gemälde "Lise mit dem Sonnenschirm",1867, von Auguste Renoir, neben dem weitere berühmte Bilder wie "Der Sänger Faure als Hamlet", 1877, von Edouard Manet oder "Die Kathedrale von Rouen im lichten Nebel", 1894, von Claude Monet zu nennen sind. Der Neoimpressionismus oder Pointillismus ist vertreten durch Gemälde von Paul Signac, u. a. "Paris, Ile de la Cité", 1912/13. Für die deutsche Form des Impressionismus stehen Künstler wie Wilhelm Leibl, Wilhelm Trübner sowie Max Liebermann mit seinem 1902 gemalten Gemälde "Der Papageienmann".

Die einzigartigen Werke der Wegbereiter der Moderne wie "Die Ernte", 1889, von Vincent van Gogh, "Der Steinbruch Bibémus", 1898/1900, von Paul Cézanne sowie die "Contes barbares", 1902, von Paul Gauguin zeichnen sich durch ihr intensives Streben nach Ausdruck aus. André Derains "Collioure, le village et la mer", um 1905, bekennt sich ebenso wie Henri Matisse´s "Asphodelen-Stilleben", 1907, zur ungebrochenen, großflächig aufgetragenen Farbe als Stilmerkmal der fauvistischen Malerei. Der auf emotionalen und spontanen Ausdruck in Farbe und Form abzielende Expressionismus der Dresdner Künstlergruppe "Die Brücke" wird durch Gemälde von Erich Heckel, "Landschaft auf Alsen", 1913, Karl Schmidt-Rottluff, "Fischerkähne auf dem Haff", 1913 sowie Ernst Ludwig Kirchner, "Der rote Turm von Halle", 1915, Emil Nolde, "Im Café", 1911 und Otto Mueller, "Zigeunerfamilie", 1919, repräsentiert. Der stärker spirituell orientierte Künstlerkreis des "Blauen Reiters" will den Betrachter durch die abstrahierte Formsprache in Bildern wie das "Pferd in der Landschaft",1910 von Franz Marc oder die "Landschaft mit der Kirche" von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1913 zur Reflexion anregen. Eigene Wege innerhalb des Expressionismus suchten Außenseiter wie Christian Rohlfs u. a. mit dem Gemälde "Die Akrobaten", um 1916, Oskar Kokoschka mit "Doppelbildnis", 1912 sowie der zeitkritische Max Beckmann mit seinem "Perseus-Triptychon" von 1941.

Der Kubismus mit seiner chiffrehaften Definition der Wirklichkeit wird in Bildern von Georges Braque, "Bouteille et journal", 1911, Robert Delaunay, "Eiffelturm", 1910/11 und Pablo Picasso, "Bouteille, guitarre et pipe", 1912/13, erfahrbar.

Die Zwanziger Jahre zeichnen sich durch verschiedene Kunstrichtungen aus. Oskar Schlemmers "Gruppenbildende Jünglinge" von 1928, Lyonel Feinigers "Gelmeroda IX" von 1926, Paul Klees "Vollmond" von 1919 und letztlich auch Alexej von Jawlenskys "Letztes Licht" von 1925 geben einen Einblick in die konstruktive Formenwelt des Bauhauskreises. Piet Mondrians "Komposition" von 1927 steht für die radikale Reduzierung auf die autonome Form. In eine visionäre Welt entführen die Surrealisten Giorgio de Chirico, "Piazza di Ferrara", 1916, René Magritte, "Le Noctambule", 1927/28), Salvador Dalí, "Der Apotheker von Ampurias auf der Suche nach absolut nichts", 1936, und Max Ernst, "Les dieux obscures", 1957.

Auch die in Paris und New York sich entwickelnden Kunstströmungen nach 1945, der "Abstrakte Expressionismus" und die "Art informel", sind in der Sammlung vertreten. Zu den deutschen Künstlern der informellen Malerei zählen Hans Hartung mit seiner "Komposition T-55-18" von 1955 und Ernst Wilhelm Nay mit "Gelbe Chromatik" von 1960. Mit Jackson Pollock ist ein Hauptvertreter des amerikanischen ‘action painting’ mit dem Gemälde " Two sided painting" aus dem Jahr 1950/51 in der Sammlung vertreten. Von den "Abstrakten Expressionisten" sind Hauptwerke der Künstler Mark Rothko, "White, pink and mustard", 1954, Barnett Newman, "Prometheus Bound", 1952, Franz Kline ("Ohne Titel", 1953/54, Sam Francis "White Painting", 1950/55 und Morris Louis, "KSI", 1959/61 vertreten. Mit "Tomlinson Court Park I", 1959 von Frank Stella präsentiert das Museum Folkwang eine geometrische Inkunabel der amerikanischen Malerei. Den Ausgklang bilden die Stilformen der letzten Jahrzehnte mit Werken von A. R. Penck, "Ohne Titel", 1974, Georg Baselitz, "Brauna", 1975, Mario Merz, "Pittore in Africa", 1981, Anselm Kiefer, "Bilderstreit", 1977 sowie Gerhard Richter, "Wolkenbild, No 265", 1970 und Sigmar Polke, "Ohne Titel", 1997.

Die Vielzahl der Gemälde wird begleitet von Meisterwerken moderner Skulptur, die in die Schausammlung integriert sind. Als Hauptwerk der ehemaligen Sammlung von Karl Ernst Osthaus ist der berühmte "Knabenbrunnen", 1898, des belgischen Jugendstilkünstlers George Minne zu nennen, der ursprünglich im Vestibül des Hagener Museums stand. Das Spektrum der Skulpturen reicht unter anderem von Auguste Rodin mit Werken "Eva", 1881, "Das eherne Zeitalter", 1880, und Aristide Maillol, "Radrennfahrer", 1907/08 über den Impressionisten Medardo Rosso, "Bimbo al sole", 1892, zu den großen expressionistischen Werken von Wilhelm Lehmbruck, "Stehende", 1910, und das "Das Grauen", 1923, von Ernst Barlach sowie kleinere Arbeiten von Ernst Ludwig Kirchner, Moissey Kogan, den Kubisten Jacques Lipchitz, "Harlekin mit Klarinette", 1919, und Oto Gutfreund, "Viki", 1912/13, bis hin zu den bedeutenden Bildhauern der Moderne wie Henry Moore, "Glenkiln Cross", 1955/56, und Zeitgenossen wie Richard Serra, "Inverted House of Cards", 1969/1983, und Ulrich Rückriem, "Dolomit", 1982.


Aernout Mik: Communitas
29/10/2011 - 15/1/2012
Speaking with hands
20/5/2006 - 30/7/2006
Caspar David Friedrich: Inventing Romanticism
5/5/2006 - 20/8/2006

Kunstenaars in vaste collectie

Ernst Barlach - Georg Baselitz - Max Beckmann - Georges Braque - Paul Cézanne - Giorgio de Chirico - Jean Baptiste Camille Corot - Gustave Courbet - Salvador Dali - Honoré Daumier - Robert Delaunay - André Derain - Max Ernst - Lyonel Feininger - Sam Francis - Caspar David Friedrich - Paul Gauguin - Vincent van Gogh - Otto Gutfreund - Hans Hartung - Erich Heckel - Jörg Immendorff - Alexej von Jawlensky - Wassily Kandinsky - Anselm Kiefer - Ernst Ludwig Kirchner - Franz Kline - Joseph Anton Koch - Moissey Kogan - Oskar Kokoschka - Wilhelm Lehmbruck - Wilhelm Leibl - Max Liebermann - Jacques Lipchitz - Morris Louis - René Magritte - Aristide Maillol - Edouard Manet - Franz Marc - Henri Matisse - Mario Merz - George Minne - Piet Mondriaan - Claude Monet - Henry Moore - Otto Müller - Ernst Wilhelm Nay - Barnett Newman - Emil Nolde - Karl Ernst Osthaus - A.R. Penck - Pablo Picasso - Sigmar Polke - Jackson Pollock - Pierre-Auguste Renoir - Gerhard Richter - Auguste Rodin - Christian Rohlfs - Medardo Rosso - Mark Rothko - Ulrich Rückriem - Oskar Schlemmer - Karl Schmidt-Rottluff - Richard Serra - Paul Signac - Frank Stella - Wilhelm Trübner.

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